Die 9. Woche

Die neunte Woche Man die Zeit rennt und irgendwie ist es erschreckend, dass wenn dieser Beitrag online ist, ich nur noch für drei Wochen hier bin. Aber naja beginnen wir mit dem Sonntag.

Für heute hatten wir geplant eine Wanderung um den Duluti See zu unternehmen. Also fuhren wir nach Duluti zum Büro Ranger, um dort eine Gebühr zu zahlen, quasi Eintritt. Da der Duluti See als geschütztes Gebiet, zählt ist das nötig. Ebenfalls begleitete uns ein Ranger, aber hauptsächlich um uns etwas über die Pflanzen und Tiere dort zu erzählen. Die Tatsache, dass er ein Gewehr dabei hatte, welches er erfolglos versuchte unter dem T- Shirt zu verstecken, damit wir es nicht sehen, gab einem jedoch das Gefühl, dass es so besser war, als allein zu gehen. Die Wanderung um den See war sehr interessant und informativ, aber auch stellenweise recht anstrengend. Nach eineinhalb Stunden Wanderung, endete die Tour in einem Restaurant mit Blick auf den See, wo uns Tamari und Tinah schon erwarteten. Sie hatten Avocados, Zuckerrohr und Wassermelone mitgebracht. Zusätzlich bestellten wir noch Chipsimai und Getränke. Anschließend fuhren wir zurück nach Nambala.

Am Montagmorgen fuhren dann Anika und ihr Freund erst einmal für drei Tage auf Safari. Baraka bat daher Anka und mich, wie schon ein paar Tage zuvor bei mir, zusammen mit Goodlove und Tinah umher zulaufen und die Patenkinder auf zu suchen. Somit hatten wir den ganzen Tag zu tun, da wir nur zu Fuß unterwegs waren, bis auf zwei Fahrten mit dem Boda Boda nach Tengeru und zurück. Dort befanden sich zwei Kinder die in einem christlichen Internat lernen. Insgesamt schafften wir 5 Patenkinder.

Auch am Dienstag beschäftigten wir uns wieder mit den Kindern. Diesmal liefen wir aber nicht von Haus zu Haus, sondern von Schule zu Schule. Also zuerst Kikwe, dann Nambala und zum Schluss Ganana. Das war zumindest der Plan. In Endeffekt schafften wir nur Kikwe, dafür aber 7 Kinder.

Also war der Mittwoch für die beiden anderen Schulen angedacht. Zuerst liefen wir nach Ganana, wo jedoch nur ein Kind vor Ort war, da die anderen bereits auf eine andere Schule gewechselt hatten. Die Schule in Ganana ist eine Primary School (Grundschule) und die Kinder sind auf eine Secondary School (Mittelschule) gewechselt. Also liefen wir nach Nambala wo uns allerdings das gleiche Problem erwartete. Hier war jedoch gar kein Kind vor Ort. Ab hier baten wir Tinah und Goodlove, doch wenigstens vorher mal in der Schule anzurufen um sicher zu gehen, dass die Kinder auch noch da sind. Immerhin ist es etwas frustrierend erst ca. 7 km zu laufen, nur um zu Erfahren, dass dort fast keines der Kinder mehr ist, mit denen man sprechen muss und man den gleichen Weg wieder zurück laufen muss. Naja egal. Von Nambala aus fuhren wir dann zur nächsten Schule mit dem Boda Boda. Dort trafen wir zwei weitere Kinder. Anschließend liefen wir zu den letzten beiden Familien, welche dort in der Gegend wohnten, wir brauchten jedoch mind. eine Stunde für den Weg. Der Grund dafür war, weder Tinah noch Goodlove kannten den genauen Weg. Da es bereits spät war, teilten wir uns auf, um somit schneller arbeiten zu können. Anschließend fuhren wir per Dala Dala zurück und entspannten noch kurz im Café des Reha Centers. Um 18 Uhr waren wir dann wieder in Nambala. Dort trafen wir Anika und Markus, welche 16 Uhr von ihrer Safari zurückgekommen waren. Den Abend verbrachten wir dann zusammen.

Swahili:

Duluti = tief /Der See heißt so, da er einerseits in einer
                           Senke liegt und andererseits einmal ca. 700
                            Meter tief war (jetzt nur noch um die 300) die
                            Zahlen hab ich so im Gedächtnis behalten.
                            Kann also auch abweichen
Safari =             die Reise /Safari als Ausflug um Tiere zu
                            sehen ist eher bekannt. Aber z.B. eine
                            Busreise ist auch eine Safari
Safari njema = Gute Reise

Für den Donnerstag hatte Baraka einen Ruhetag angedacht. Mir war das ganz recht, da mein Internetguthaben wieder aufgebraucht war, ich aber noch zu arbeiten hatte. Anika und Markus wollten sich Arusha ansehen. Ich wollte ins Reha Center in Usa, da es im Café ja WLAN gibt. Da Anka ebenfalls etwas im Center entspannen wollte, fuhren wir zu sechst, da Tinah noch mitkam. Dort stieg ich aus und erledigte zuerst noch ein paar Kleinigkeiten, wie z.B. zwei Lichtschalter für Kikwe kaufen. Da Anka ebenfalls noch etwas zu erledigen hatte, ging ich zuerst allein los. Da ich auch niemand zum Dolmetschen hatte, probierte ich mich einfach etwas selbst aus und kaufte z.B. die Lichtschalter ohne ein Wort Englisch zu reden. Nach ca. einer halben Stunde lief ich ins Center und begann mit meiner Arbeit. Später stießen dann auch Anka und Tinah dazu. Die beiden blieben etwa zwei bis drei Stunden und brachen dann nach Karangai auf, um noch einmal den Baufortschritt am Haus der Familie Saidi zu sehen. Ich blieb bis ca. 18:00 Uhr im Reha Center und kehrte dann zurück nach Nambala.

Am Freitag stand ein Ausflug nach Chemka an, d.h. für mich war es erneut aber die anderen waren dort noch nicht in den letzten Tagen. So fuhren wir gemeinsam mit Baraka zu den Hot Springs in Chemka. Dort blieben wir bis ca. 16:30 Uhr und fuhren dann weiter nach Moshi. Dort wollten die anderen sich die Stadt anschauen und bis Sonntag bleiben. Da aber eigentlich nur Aktivitäten auf dem Plan standen, die ich bereits kannte, beschloss ich nach Nambala zurück zu fahren. Es sollte z.B. eine Tour auf den Kilimandscharo unternommen werden, also bis auf das erste Basiscamp, welche ich früher mal exakt so schon gelaufen bin und ich mir so die 80 Dollar Eintritt sparen konnte. Also nahm ich einen Bus nach Arusha, welcher vorher in Usa hält. Natürlich ist es blöd wenn man müde ist alleine Bus zu fahren, da man niemanden hat, der einen weckt wenn man aussteigen muss. Mit Musik auf den Ohren war das Wachbleiben aber auszuhalten und ein guter Nebeneffekt war, man hört es wenn der Hintermann versucht das Handy zu klauen, was aber nicht passiert ist. In Usa bin ich dann um 21:00 Uhr angekommen und mit dem Taxi nach Nambala gefahren.

Der Samstag war dann eher ein ruhiger Tag. Ich blieb in Nambala und verbrachte den Tag mit Schreiben für den Blog und kleineren Arbeiten wie Wäsche sortieren und kleinen Reparaturen. Damit wäre nun auch schon die 9. Woche vorüber. Also bis nächste Woche.

Woche vom: 02.09. bis 08.09.2019

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